Nährstoffaustragsysteme

Nährstoffaustragsysteme unter Brackwasserbedingungen

 

Dem Nährstoffaustrag aus geschlossenen Kreislaufanlagen kommt in der Fischzucht eine zentrale Bedeutung zu. Durch Futterreste und Fischkot fallen Stoffwechselendprodukte in Form von Nährstoffen, wie Ammonium, Nitrit, Nitrat und Orthophosphat an, die in Folge einer Anreicherung im System toxisch auf Fische wirken können. Der Austrag dieser Nährstoffe erfolgt gewöhnlich durch oxidierende Mikroorganismen in biologischen Filtern (Moving-Bed). Um die Leistung dieser Moving-Bed-Filter zu verbessern, werden monatliche Aktivitätstests an den Mikroorganismen der Biofilter in Abhängigkeit von Besatz und dem entsprechender Futterzugabe durchgeführt. Dies soll Hinweise darauf geben, wie man durch konstante, optimale chemische und physikalische Bedingungen die Effektivität der oxidierenden Bakterien steigern und die Anlaufphase der Biofilter verkürzen kann.
Seit 2009 wird zusätzlich die Möglichkeit einer Pflanzenklärung bzw. eines Nährstoffrecyclings durch pflanzliche Organismen geprüft. Im Mai 2013 begann in einer zweiten Projektphase ein Langzeitversuch im Gewächshaus der Versuchsanlage Born, der die Ergebnisse des Pilotprojektes (2009-2012) verifizieren soll.

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Forschung zum Nährstoffaustrag im Gewächshaus

Forschung zum Nährstoffaustrag im Gewächshaus

Projektleitung

Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei
Mecklenburg-Vorpommern
Institut für Fischerei

Projektbearbeiter

Norman Reuter

Laufzeit

November 2012 bis Oktober 2015

Abschlussbericht

Abschlussbericht der LFA

Finanzierung

Das Projekt wurde gefördert aus Mitteln des Europäischen Fischereifonds
und des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Projektpartner

  • AG Aquatische Ökologie, Universität Rostock
  • Mikrobiologie, AG Spieck, Universität Hamburg

Kontakt
Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern
Institut für Fischerei
Südstraße 8
18375 Born
Dr. Ralf Bochert
Telefon: + 49 (0) 38208 630-410